28-09-14

Albert Vigoleis Thelen, Francis Turner Palgrave, Rudolf Baumbach, Noël Laflamme, Agnolo Firenzuola, Waclaw Berent

 

De Duitse schrijver en criticus Albert Vigoleis Thelen werd geboren in Süchteln op 28 september 1903. Zie ook mijn blog van 28 september 2010 en eveneens alle tags voorAlbert Vigoleis Thelen op dit blog.

Uit: Die Insel des zweiten Gesichts

„Vor einer anderen Fonda stand händeringend der Wirt und wehrte sich zweier Gäste, die ihm, wie es schien, zu Leibe gehen wollten. Ich trat als Führer dazwischen. Also endlich lasse ein Führer sich sehen! und was das wieder für eine namenlose Schweinerei sei - "bitte, kommen Sie mit!"
Die Fonda war nicht so hochromantisch wie die Taberne zum Schreibenden Cervantes, aber doch auch typisch spanisch, sogar echt mallorquinisch. Drei Dutzend Menschen blickten mir finster entgegen. Raubmord? Vergewaltigung?
"Herr Führer, sind Sie Deutscher?"
"Spanier, aber in Deutschland aufgewachsen." "Dann sind Sie ja mit unserer Sprache genügend vertraut, um zu wissen, was ein Saufraß ist. Das hier ist ein Saufraß, das gehört in den Trog."
Der Sprecher der Rotte zeigte auf seinen Teller, auf dem ein gerösteter Fisch lag, der sich vor Verzweiflung in den Schwanz biss, in der Sprache der feinen Küche: er war gekrollt. Ich kannte die Art, ein fades Essen, nur mit viel Zitrone zu genießen, freilich sehr nahrhaft, hochprozentiger Eiweißträger. Wenn in einer so kleinen Stadt und noch ohne rechtzeitige Anmeldung die Touristen zu Tausenden abgespeist werden mussten, griffen die Köche zu diesem Fisch, der sich in großen Mengen rasch und billig fangen lässt. Der Wirt konnte sich nicht verständlich machen, die Kellner blickten voll Verachtung auf die schimpfenden Fremden, die wie Sträflinge in den Hungerstreik getreten waren. Zu Hause fraß das Hering mit Sauerkraut. Ich musste handeln, heiliger Petrus, stehe deinem Vigoleis bei! Ich klopfte ans Glas und bat um Gehör:
Die Deutschen seien ein großes Volk, ein begabtes Volk, ein kluges Volk.“

 

 
Albert Vigoleis Thelen (28 september 1903 - 9 april 1989)


 

De Britse criticus en dichter Francis Turner Palgrave werd geboren op 28 september 1824 in Great Yarmouth. Zie ook mijn blog van 28 september 2010 en eveneens alle tags voorFrancis Turner Palgrave op dit blog.

 

Sidney At Zutphen

October 2: 1586

1
Where Guelderland outspreads
Her green wide water-meads
Laced by the silver of the parted Rhine;
Where round the horizon low
The waving millsails go,
And poplar avenues stretch their pillar'd line;
That morn a clinging mist uncurl'd
Its folds o'er South-Fen town, and blotted out the world.

2
There, as the gray dawn broke,
Cloked by that ghost-white cloke,
The fifty knights of England sat in steel;
Each man all ear, for eye
Could not his nearest spy;
And in the mirk's dim hiding heart they feel,
--Feel more than hear,--the signal sound
Of tramp and hoof and wheel, and guns that bruise the ground.

 

 

 
Francis Turner Palgrave (28 september 1824 – 24 oktober 1897)
Sir Philip Sidney At The Battle Of Zutphen door Ron Embleton, z.j.

 

 

De Duitse dichter Rudolf Baumbach werd op 28 september 1840 geboren in Kranichfeld/Ilm. Baumbach groeide op in Meiningen. Zie ook mijn blog van 28 september 2010 en eveneens alle tags voorRudolf Baumbach op dit blog.

 

Sturmwind kam herangejagt

Sturmwind kam herangejagt
wild über Hügel und Heide.
"Neigt Euch!" rief die Erle verzagt.
"Beugt Euch!" rief die Weide.

Sturmwind rast durchs Baumgeäst,
Zweige knarren und knacken;
nur die Eiche steht trotzig fest,
beugt nicht Haupt und Nacken.

Singend sein wildes Siegeslied
weiter durch Wald und Wiese
zog der Sturm. - In Moos und Ried
lang der gestürzte Riese.

Und die Erle zur Weide sprach:
"Siehe, wir leben alle
und die Eiche, die starke brach,
Übermut kommt zu Falle."

Todwund sprach der gewaltige Baum:
"Will Euch das Leben nicht neiden.
Sterben muß ich; ich schaffe Raum
schmiegsamen Erlen und Weiden.

Wieget im Winde das grüne Haar
über der modernden Leiche!
Erlen und Weiden, ihr dauert, ich war,
aber ich war - die Eiche!"

 

 
Rudolf Baumbach (28 september 1840 – 21 september 1905)
Monument in Meiningen

 

 

De Canadese schrijver Noël Laflamme werd geboren op 28 september 1950 in Saint-Adrien-d'Irlande als vijfde van in totaal dertien kinderen. Zie ook alle tags voor Noël Laflamme op dit blog.

Uit: Sous la surface des choses

« Ce soir, Monsieur Belzile faisait donc sa promenade vespérale coutumière. Sans sa brave épouse, cela va sans dire. La rue est déserte. Le ciel, tout propre et tavelé d’étoiles, est présage de beau temps. Mais il faudrait plus, beaucoup plus qu’une soirée d’été parfaite pour rendre Monsieur Richard Belzile heureux. Il avançait, les mains derrière le dos, l’œil distrait, le sourcil perplexe, l’esprit enveloppé dans un vague à l’âme en voie de devenir sa seconde nature : où que j’aille, se disait-il, un sentiment défaitiste, déprimant, m’accompagne, tel un chien fidèle.
Il avait poussé un long soupir, puis levé un moment les yeux au ciel. La vue de cette immense coupole bleu sombre, toute riante d’étoiles, en principe propice au surgissement d’élans lyriques et de sentiments d’émerveillement, avait produit chez lui l’effet contraire : il y avait vu autant d’yeux malicieux qui le narguaient, qui se gaussaient de lui parce qu’il était demeuré dans l’illusion pendant de si longues années. Mais son envie de lancer à haute voix des imprécations contre ce ciel outrecuidant était morte à peine née : tel un vulgaire sac de pommes de terre, Monsieur Belzile avait disparu soudain de la surface de la terre. Un trou venait en effet de l’avaler tout d’une pièce. Par la faute d’un employé municipal qui aura négligemment omis de remettre en place le lourd opercule de fer d’une bouche d’égout. Monsieur Belzile n’avait eu que le temps d’émettre un bruit de gorge étouffé, un grognement de pourceau. Il gisait, pour lors, sans connaissance, au fond de l’excavation partiellement enténébrée. Jusqu’au moment où…”

 

 
Noël Laflamme (Saint-Adrien-d'Irlande, 28 september 1950)
Saint-Adrien-d'Irlande(Geen portret beschikbaar)

 

 

De Italiaanse dichter en schrijver Agnolo Firenzuola (eigenlijk Michelangelo Girolamo Giovannini) werd geboren op 28 september 1493 in Florence. Zie ook alle tags voor Agnolo Firenzuola op dit blog.

Uit: On the Beauty of Women, Dialogue
 
“Now you must know that a fair yellow is a not very hot yellow nor very pale, but verging on tan with somewhat more lustre; and albeit not altogether like gold, yet often likened to it by poets ; since you know that they are wont to say (as Petrarca doth in many places) that a lady's hair is of fine gold, woven in a crown of bright and crisped gold : " Her golden hair fluttered in the wind ;" and you know that the true and right colour for hair is a fair yellow.
Tawny is of two degrees, one verging on yellow, and this is not for us ; the other much darker, which is called tan colour, and two brushfuls will be enough of that.
Of black I need give no description, since it is known to all, and that Florentine lady whom you made so welcome hath her full share of it. And the more dense and dark it is the finer it is.
Red is that fiery hue which we see in cochineal, in coral, in rubies, in the flower of the pomegranate, and the like ; and we find it more or less fiery, and more or less unmingled, as we see in the objects named.
Vermilion likewise is a kind of red, but less strong ; in short, it is the hue which resembles the cheek of fair Francolina di Palazzuolo when she is provoked, and this maiden seems to me to bear away the prize for bright carnations in these parts.”

 

 
Agnolo Firenzuola (28 september 1493 - 27 juni 1543)
Cover

 

 

De Poolse schrijver en vertaler Waclaw Berent werd geboren op 28 september 1873 in Warschau. Zie ook mijn blog van 28 september 2010.

Uit: Wintersaat (Nawoord)

„Das Buch verlangt vom Leser Einfühlung und Mitarbeit. Be­rents Sprache war schon 1910, als die Blütezeit des Jungen Polen mit seinen stilistischen Manierismen noch gar nicht lange zurücklag, vielen allzu barock und zu stilisiert. Ein Kritiker schlug gar vor, den Roman erst einmal ins “nor­male Polnisch” zu übersetzen, was sicherlich ungerecht war, weil die Sprache Berents, von Roman zu Roman anders, eine gewollte, auch symbolische Funktion zu erfüllen hat. Mehr noch erregte die Gemüter, daß sie hier ein geradezu apokalyptisch düsteres Gemälde der polnischen Gesell­schaft zu sehen bekamen, ohne darin eine positive Identifikationsfigur zu finden. Harten Umgang mit den nationalen Gefühlen hatte man — seit Słowacki (1809-1849), seit Wyspiański (1869 - 1907), zwei Namen, die im Zusammenhang mit WINTERSAAT am häufigsten fielen — zu akzeptieren gelernt. Berent aber, so hieß es, sei ein kaltblütiger Beobach­ter, der zu viel Galle aus seiner Feder fließen lasse. Das “Weichselland” litt seit mehr als einem Jahrhundert unter der Herrschaft des Zarenreiches, aber Berent ließ ausgerechnet einen russischen Oberst, der doch mit für die allge­meine Stagnation und für den “polnischen Friedhof” verant­wortlich war, den Verfall von Tatkraft und Lebensfreude in diesem Land beklagen. Der Gestalt des “guten Russen”, die durchaus ihre literarischen Vorläufer besaß, wurden hier Äußerungen in den Mund gelegt, die allgemein provozier­ten. Es gab aber doch Figuren, die in der Tradition der Romantik vertraut und positiv waren. Der alte Komie­rowski etwa wurde leicht als Held und als Vorbild empfun­den: Er ist bei Berent der symbolhaft stilisierte “alte Kämpe”, dessen Lebenslauf sämtliche Aufstände und Be­freiungskämpfe der Polen im 19. Jahrhundert erfaßt, das personifizierte “Gewissen der Nation”, das wie ein Gespenst der unbewältigten Romantik umherirrt, während sich alles ringsum dem positivistischen Aufbau (der “organischen Arbeit”) widmet oder der selbstvergessenen Genußsucht frönt.

 


Waclaw Berent (28 september 1873 - 19 of 22 november 1940)

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