13-08-14

antoine de kom, Amélie Nothomb, Jens Bisky, Nikolaus Lenau, Tom Perrotta, Rudolf G. Binding

 

De Nederlandse schrijver en dichter antoine de kom werd geboren in Den Haag op 13 augustus 1956. Zie ook alle tags voor antoine de kom op dit blog.

 

hun lichamen een landschap

hun lichamen een landschap
verlieten wij het tanteland.
er waren sigarenpeuken en
er was sprake van bloedarmoede
die niet te verklaren was. we
plozen de kinderboeken erop na.
we keken onder elke struik.
al wat we vonden was een kleine
dode hagedis met witte strepen
op het lijf. verder een gele vis
en een schelp. dit alles moest
begraven worden en snel.
toen was er iemand die de tuin deed: ik maak
de regen en hij zegende. ik verlos jullie van
je jeugd en je kleur.
vanaf die dag liepen we door
het bos van haren waar we
jaren later nóg verdwenen
in de steentijd van het
onbewaakte ogenblik.

 

 

eerst waren er kinderen

eerst waren er kinderen later
kwamen de soldaten en die schoten in het zand.
er vielen stoelen om.
je blanco vellen waren weg.
je sprak hoewel het schieten alweer opgehouden was.
je sprak tot de soldaten in de taal des lands.
de kinderen staan zwijgend aan de kant.
dan is er weer de regen
zijn er weer bladeren waar je uit tevoorschijn stapt.
je denkt waarschijnlijk weer aan alles
als je uit het brandpunt zuchtend heel dicht
naast me komt
dan fluister je een grapje
dat jij toverfee en ik kabouter was.
een nogal dwaze
kabouter met een dikke buik en met een kleine
witte baard en bijna bloot op één ding na:
dit lint van witte vellen zwevend van mijn linker
naar mijn rechterhand.

 

 
antoine de kom (Den Haag, 13 augustus 1956)


 

De Franstalige Belgische schrijfster Amélie Nothomb werd geboren in Kobe in Japan op 13 augustus 1967. Zie ook mijn blog van 13 augustus 2010 en eveneens alle tags voor Amélie Nothomb op dit blog.

Uit: Stupeur et tremblements

« Le 8 janvier 1990, l'ascenseur me cracha au dernier étage de l'immeuble Yumimoto. La fenêtre, au bout du hall, m'aspira comme l'eût fait le hublot brisé d'un avion. Loin, très loin, il y avait la ville - si loin que je doutais d'y avoir jamais mis les pieds.
Je ne songeai même pas qu'il eût fallu me présenter à la réception. En vérité, il n'y avait dans ma tête aucune pensée, rien que la fascination pour le vide, par la baie vitrée.
Une voix rauque finit par prononcer mon nom, derrière moi. Je me retournai. Un homme d'une cinquantaine d’années, petit, maigre et laid, me regardait avec mécontentement.
- Pourquoi n'avez-vous pas averti la réceptionniste de votre arrivée ? me demanda-t-il.
Je ne trouvai rien à répondre et ne répondis rien. J'inclinai la tête et les épaules, constatant qu'en une dizaine de minutes, sans avoir prononcé un seul mot, j'avais déjà produit une mauvaise impression, le jour de mon entrée dans la compagnie Yumimoto.
L'homme me dit qu'il s'appelait monsieur Saito. Il me conduisit à travers d'innombrables et immenses salles, dans lesquelles il me présenta à des hordes de gens, dont j'oubliais les noms au fur et à mesure qu'il les énonçait.
Il m'introduisit ensuite dans le bureau où siégeait son supérieur, monsieur Omochi, qui était énorme et effrayant, ce qui prouvait qu'il était le vice-président.
Puis il me montra une porte et m'annonça d'un air solennel que, derrière elle, il y avait monsieur Haneda, Je président. Il allait de soi qu'il ne fallait pas songer à le rencontrer.
Enfin, il me guida jusqu'à une salle gigantesque dans laquelle travaillaient une quarantaine de personnes. Il me désigna ma place, qui était juste en face de celle de ma supérieure directe, mademoiselle Mori. Cette dernière était en réunion et me rejoindrait en début d'après-midi. »

 

 
Amélie Nothomb (Kobe, 13 augustus 1967)

 

 

De Duitse schrijver en journalist Jens Bisky werd geboren op 13 augustus 1966 in Leipzig. Zie ook alle tags voor Jens Bisky op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010

Uit: Geboren am 13. August

„Meine Eltern, beide Studenten, waren ein schönes Paar: er ein etwas kurz geratener Belmondo, sie eine Lollobrigida, die es ins Sächsische verschlagen hatte, wo sie mit ihren üppig wuchernden tiefschwarzen Haaren und dem dunklen Teint als Exotin auffiel, und das mit Freude.
Welchem Film mein Vater bei der Einrichtung seines Arbeitszimmers gefolgt war, konnte ich nie herausfinden, aber ich zweifle nicht daran, dass er daheim nachstellte, was ein findiger Bühnenbildner in Cinecittà oder andernorts vorgemacht hatte. Auf dem großen Schreibtisch aus Hellerau stand eine graue Reiseschreibmaschine, die Lädierungen beim "e" und beim "y" aufwies. Wie ich heute schlug mein Vater auf die Tastatur, als gelte es, Erz aus dem Berg zu brechen. Er schrieb langsam, aber entschlossen, vergraben in einem Durcheinander aus Manuskripten, Blaupapier, dicken Bündeln des dünnen, durchscheinenden Durchschlagpapiers, umgeben von Zetteln, Textfetzen, herausgeschnittenen Sätzen oder auch längeren Abschnitten, die an irgendeiner Stelle wieder eingeklebt werden sollten. Schreiben schien, wenn mein Vater es tat, eine körperlich herausfordernde Tätigkeit. Jede Manuskriptseite wirkte durch rote, blaue, grüne Unterstreichungen, durch Randnotizen in einer für alle Zeiten unlesbaren Handschrift, durch aufgeklebte oder angeheftete Zusätze wie ein unersetzliches Original. Dennoch erfreute sich keine der Seiten besonderer Schonung, Spuren von Zigarettenasche und Abdrücke des Teeglases zierten die Blätter. Ohne eine halb volle Kanne schwarzen Tees war der Schreibtisch nicht komplett. Aufgerissene Karo-Packungen lagen neben Sicherheitszündhölzern und einem selten genutzten Pfeifenbesteck. Der silbern-schwarze Aschenbecher mit Drehknopf war stets übervoll.
Mein Vater saß keineswegs geduldig an diesem Tisch. Er lief, als hätte man ihn eingesperrt, beständig auf und ab, setzte sich kurz hin, hackte lautstark auf die gehorsamen Tasten.“

 

 
Jens Bisky (Leipzig, 13 augustus 1966)

 

 

De Oostenrijkse dichter Nikolaus Lenau werd geboren op 13 augustus 1802 in Csatád (in het Hongaarse deel van Oostenrijk-Hongarije). Zie ook alle tags voor Nikolaus Lenau op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

 

An ein schönes Mädchen

Wie die Ros in deinem Haare,
Mädchen, bist du bald verblüht;
Schönes Mädchen, o bewahre
Vor dem Welken dein Gemüt!

Mädchen, wenn dein Herbst gekommen
Und das ganze Paradies
Deiner Blüte dir genommen
Und dich aus dir selbst verwies;

Wenn du in des Welkens Tagen
Nicht den frohen Mut mehr hast,
Rosen in dem Haar zu tragen,
Weil den Wangen sie verblaßt;

O dann zaubert dein Gemüte,
Wenn du’s vor dem Frost bewacht,
Auf dein Antlitz eine Blüte,
Leuchtend durch die Todesnacht.

 

 

Auf dem Teich, dem Regungslosen

Auf dem Teich, dem Regungslosen,
Weilt des Mondes holder Glanz,
Flechtend seine bleichen Rosen
In des Schlilfes grünen Kranz.

Hirsche wandeln dort am Hügel,
Blicken durch die Nacht empor;
Manchmal regt sich das Geflügel
Träumerisch im tiefen Rohr.

Weinend muß mein Blick sich senken;
Durch die tiefste Seele geht
Mir ein süßes Dein gedenken,
Wie ein stilles Nachtgebet.

 

 

Ein offner Wald

Ein offner Wald am Straßensaume
Ist dein Gedicht, du mußts ertragen,
Reibt sich an seinem schönsten Baume
Ein Schwein mit grunzendem Behagen.

 

 

 
Nikolaus Lenau  (13 augustus 1802 - 22 augustus 1850)
 

 

 

De Amerikaanse schrijver Tom Perrotta werd geboren op 13 augustus 1961 in Garwood. Zie ook alle tags voor Tom Perrotta op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

Uit:The Leftovers

“It was a good day for a parade, sunny and unseasonably warm, the sky a Sunday school cartoon of heaven. Not too long ago, people would have felt the need to make a nervous crack about weather like this—Hey, they’d say, maybe this global warming isn’t such a bad thing after all!—but these days no one bothered much about the hole in the ozone layer or the pathos of a world without polar bears. It seemed almost funny in retrospect, all that energy wasted fretting about something so remote and uncertain, an ecological disaster that might or might not come to pass somewhere way off in the distant future, long after you and your children and your children’s children had lived out your allotted time on earth and gone to wherever it was you went when it was all over.
Despite the anxiety that had dogged him all morning, Mayor Kevin Garvey found himself gripped by an unexpected mood of nostalgia as he walked down Washington Boulevard toward the high school parking lot, where the marchers had been told to assemble. It was half an hour before showtime, the floats lined up and ready to roll, the marching band girding itself for battle, peppering the air with a discordant overture of bleats and toots and halfhearted drumrolls. Kevin had been born and raised in Mapleton, and he couldn’t help thinking about Fourth of July parades back when everything still made sense, half the town lined up along Main Street while the other half—Little Leaguers, scouts of both genders, gimpy Veterans of Foreign Wars trailed by the Ladies Auxiliary—strode down the middle of the road, waving to the spectators as if surprised to see them there, as if this were some kind of kooky coincidence rather than a national holiday.”

 

 
Tom Perrotta (Garwood, 13 augustus 1961)

 

 

De Duitse dichter en schrijver Rudolf G. Binding werd geboren op 13 augustus 1867 in Basel. Zie ook alle tags voor Rudolf G. Binding op dit blog en ook mijn blog van 13 augustus 2010.

 

Januar

Wenn du einmal satt der Liebe bist
will ich gern dich mit Konfekt versöhnen.
Doch so lange du die Einzig-Liebe bist
will ich dich nicht mit Konfekt versöhnen.

Weißt du nicht, dass Liebe süßer ist? –
süßer als mit Süßem dich verwöhnen.
Wenn Konfekt der Liebebüßer ist
wird dich Liebe auch nicht mehr verschönen.

 

 

Februar

Ist auch der kürzeste Mond
für deine Liebe nicht lang:
wo sie sich selber belohnt
sei um die Liebe nicht bang.

Spute dich! Küsse! dich zwingt
fliehend der kürzeste Mond.
Wie uns die Liebe verjüngt
hat sich dein Eifer belohnt.

 

 

März

Junger Frühling, komm und hilf
sie, die Junge, zu umlieben.
Flüsterst du in Gras und Schilf,
hör ihr Ohr geflüstert Lieben.

Mit dem Mund voll jungen Küssen
mit dem Blühn vor ihren Füßen
mit dem Glanz in ihren Augen
soll sie lieben – uns zu taugen.

 

 
Rudolf G. Binding (13 augustus 1867 – 4 augustus 1938)  

 

 

Zie voor de schrijvers van de 13e augustus ook mijn blog van 13 augustus 2011 deel 2.

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