24-05-14

George Tabori, Rainald Goetz, Louis Fürnberg, Michail Sjolochov, Arthur Wing Pinero, Kamiel Vanhole, Jean de La Varende

 

De van oorsprong Duits-Hongaarse, maar Engelstalig schrijver en dramaturg George (György) Tabori werd geboren in Boedapest op 24 mei 1914. Zie ook alle tags voor George Tabori op dit blog.

Uit:Der Zauberberg und das Hollywoodschnitzel

„Um diesen Ratschlag zu bekräftigen, begann Mann seinen eigenen Vortrag (ich glaube, über den „Doktor Faustus“) mit einem Witz, und die Zuhörer lachten entspannt. So ermuntert, habe ich mit zwei ähnlichen Witzen angefangen, denn ich wusste, dass das englische Wort für Witz also wit, „geistreich“ bedeutet. Das Publikum hat wieder gekichert, und Thomas Mann sagte hinterher: „Gut.“ Was ich damals als wichtigstes literarisches Kriterium betrachtete.
Das zweite Mal trafen wir uns in der sagenhaften Villa von Lion Feuchtwanger, dem erfolgreichsten deutschen Schriftsteller in den USA. Frau Feuchtwanger, eine wunderschöne, riesengroße und sonnengebräunte Dame, führte uns durch die mit 30000 Büchern dekorierten Räume ins Arbeitszimmer. Dort gab es, neben ungefähr 20 Gästen, drei Schreibtische, einen zum Sitzen, einen zum Stehen, der dritte zum Liegen. Feuchtwanger, der Brecht einst den Titel „Dreigroschenoper“ vorgeschlagen hatte und mich auf merkwürdige Weise an ein altes Kind erinnerte, stand hinter dem Stehpult und las fast zwei Stunden lang aus einem noch nicht veröffentlichten Roman (ich glaube über Goya). Mann bekam mit seiner Frau Katja natürlich den besten Platz, ganz dicht bei Feuchtwanger, und schlief sofort geräuschlos ein. Feuchtwanger hat das nicht gestört, er las sehr dramatisch, mit kindlicher Stimme. Am Ende haben wir alle enthusiastisch applaudiert, worauf Thomas Mann erwachte und höflich klatschte. Später hat er mich freundlich zur Seite genommen und auf Feuchtwangers tolle Villa, die wertvolle Einrichtung, den herrlichen Garten gedeutet: „Alles von ihm verdient, alles erschrieben. Mit nichts als Scheiße.“

 

 
George Tabori (24 mei 1914 - 23 juli 2007)


 

De Duitse schrijver Rainald Maria Goetz werd geboren op 24 mei 1954 in München. Zie ook alle tags voor Rainald Goetz op dit blog.

Uit: Rave

"Daß, (...), wenn man über die Welt des Populären spricht, (...), dann doch irgendwann diese Kollision entstehen muß: zwischen der eigenen geistigen Form und dem realen Körperding des Prolligen. Daß dazwischen eine wechselseitige ANGST sitzt. Und genau da, an diesem Punkt der Angst und Drohung, REALE Politik und ihre Reflexion zusammenkommen. (...) Aber das Grundproblem geht auch durch dieses erkenntniskritische Manöver nicht weg: daß man sich für manche Phänomene der populären Kultur, einfach nur aufgrund der eigenen Klassenzugehörigkeit, als zunächst einmal NICHT zuständig zu qualifizieren hat, und damit eigentlich auch als UNFÄHIG, sie zu erkennen, zu verstehen und zu bewerten. (...) Statt Argumente bietet man nur: diesen schlechten, extrem billigen und abgedroschenen Sound gemeinsamer Konsense. Das ist der Spaß für die ganz Armen, die geistige Vergnügung für die Allerärmsten im Geiste."

 

 
Rainald Goetz (München, 24 mei 1954)

 

 

De Duitse dichter en componist Louis Fürnberg werd geboren op 24 mei 1909 in Iglau. Zie ook alle tags voor Louis Fürnberg op dit blog. 

 

Du hast ja ein Ziel vor den Augen

Du hast ja ein Ziel vor den Augen
damit du in der Welt dich nicht irrst
damit du weißt was du machen sollst
damit du einmal besser leben wirst
Denn die Welt braucht dich, genau wie du sie
Die Welt kann ohne dich nicht sein
Das Leben ist eine schöne Melodie
Kamerad, Kamerad stimm ein

Allem die Welt und jedem die Sonne
fröhliche Herzen, strahlender Blick
Fassen die Hände Hammer und Spaten
wir sind Soldaten, Kämpfer fürs Glück

Und hast du dich einmal entschlossen
dann darfst du nicht mehr rückwärts gehn
dann mußt du deinen Genossen
als Fahne vor dem Herzen stehn
Denn sie brauchen dich, genau wie du sie
du bist Quelle, und sie schöpfen aus dir Kraft
drum geh voran und erquicke sie
Kamerad, dann wird´s geschafft

Allem die Welt und jedem die Sonne
fröhliche Herzen, strahlender Blick
Fassen die Hände Hammer und Spaten
wir sind Soldaten, Kämpfer fürs Glück

 

 
Louis Fürnberg (24 mei 1909 – 23 juni 1957)
Met zijn dochtertje Alena 

 

 

De Russische schrijver Michail Aleksandrovitsj Sjolochov werd geboren in Kroesjilin op 24 mei 1905. Zie ook alle tags voor Michail Sjolochov op dit blog.

Uit: Der stille Don (Vertaald door Erich Müller)

„Die beiden Reiter galoppierten über die nächste Straßenkreuzung auf sie zu. Der vordere, ein alter Kosak in offenem Schafpelz, ohne Papacha, mit schweißtriefendem, rotem Gesicht und in die Stirn fallenden grauen Locken, brachte sein Pferd mit Bravour zum Stehen, bog sich im Sattel weit zurück und streckte den rechten Arm vor. "Kosaken, was steht ihr da herum wie die Weiber an den Straßenecken!" rief er aus. Zornige Tränen erstickten seine Stimme, seine dunkelroten Wangen bebten vor Erregung. ...
"Was steht ihr da, Söhne des stillen Don!" schrie der Alte noch einmal und ließ seinen Blick über Grigori und die anderen gleiten. "Sie erschießen eure Väter und Großväter, sie nehmen euch euer Hab und Gut, jüdische Kommissare verspotten euren Glauben, und ihr knackt hier Sonnenblumenkerne und geht zu Spiel und Tanz! Ihr wartet wohl, bis man euch mit der Fang­leine die Kehle zuschnürt? Wie lange wollt ihr euch noch an die Röcke eurer Weiber klammern? Alle Chutors des Jelansker Bezirks, jung und alt, haben sich erhoben. Aus Wjoschenskaja sind die Roten vertrieben. ... Und ihr, Rybnyer Kosaken? Ist euch das Leben nicht lieb? Oder fließt vielleicht Bauernkwaß statt Kosakenblut in euren Adern? Erhebt euch! Greift zu den Waf­fen! Der Chutor Kriwskoi hat uns geschickt, um alle zum Auf­stand zu rufen! Aufgesessen, Kosaken, solange noch Zeit ist!" Mit irren Augen blickte er um sich, sah einen Alten, den er kannte, und rief mit gekränkter, bebender Stimme: "Warum stehst du hier, Semjon Christoforowitsch? Deinen Sohn haben die Roten bei Filonowo in Stücke gehauen, und du verkriechst dich auf dem Ofen!"
Grigori hörte nicht weiter zu. Er stürzte in den Hof, führte sein Pferd aus der Spreukammer, grub seinen Sattel unter den Kuhmistziegeln hervor, daß die Nägel abbrachen und die Finger blutig wurden, und sprengte wie ein Besessener durch das Tor. ... „

 

 
Michail Sjolochov (24 mei 1905 - 21 februari 1984)

 

 

De Britse schrijver Arthur Wing Pinero werd geboren in Londen op 24 mei 1855. Zie ook alle tags voor Arthur Wing Pinero op dit blog.

Uit: The Magistrate

“_The scene represents a well-furnished drawing-room in the house of MR. POSKET in Bloomsbury._
_BEATIE TOMLINSON, a pretty, simply dressed little girl of about sixteen, is playing the piano, as CIS FARRINGDON, a manly youth wearing an Eton jacket, enters the room._
Beatie!
Cis dear! Dinner isn't over, surely?
Not quite. I had one of my convenient headaches and cleared out.
[_Taking an apple and some cobnuts from his pocket and giving them to BEATIE._] These are for you, dear, with my love. I sneaked 'em off the sideboard as I came out.
Oh, I mustn't take them!
Yes, you may--it's my share of dessert. Besides, it's a horrid shame you don't grub with us.
What, a poor little music mistress!
Yes. They're only going to give you four guineas a quarter. Fancy getting a girl like you for four guineas a quarter--why, an eighth of you is worth more than that! Now peg away at your apple.
[_Produces a cigarette._”

 

 
Arthur Wing Pinero (24 mei 1855 - 23 november 1934)

 

 

De Vlaamse schrijver Kamiel Vanhole werd geboren in Etterbeek op 24 mei 1954.Zie ook alle tags voor Kamiel Vanhole op dit blog.

 

Straat

Jouw straat is ‘s nachts weer een straatje
geworden, dat met een pijnlijke grimas haar bottinen uittrekt
om, terwijl het water loopt, de praat
van de dag te laten indalen.

In het lichtende grijs van de morgen,
als er sneeuw in de lucht hangt
en de postbode nog alle geluid moet bezorgen
waarmee de eerste hond zijn buren wakker jankt,

is ze naar buiten gelopen, om verweesd
naar het bleke ballet van de dingen te kijken :
een vensterbank, die linde daar, het feest
van een raam met daarachter de rijken,

hun trillende geld naast een vrolijk geweten,
de spikes met de punten,
hun tred van atleten,
en zo zoudt ook gij willen zijn, denkt ze,
strakjes en blij
op geheime thermiek.

Maar ze loopt en ze is en ze trekt
zich weer los, ze laat haar hoefjes weergalmen.
En ze loopt tot de middag, verrekt
zich een spier, ze weet dat ze nooit eens mag talmen.

Ze loopt op en neer en ze weet zich geen weg,
ze zoekt zich een bult naar wat luwte.
Dan ziet ze iets vreemds, waar geen sleutel op past,
ze duikt in een hoek en ze gruwt er.

In het hart van de zomer,
als de tuin in het blauw hangt
en de zon onze bekkens weer botert,
als het fruit naar de mond gaat verlangen,

dan blijft ze heel even liggen,
ja, met knipperende ogen. Ze murmelt iets
en droomt zich een beek vol rijmende biggen.
Asfalt, klinkers, spiegelingen.

Maar op springt ze weer en snijdt
door een bocht, verliest zich in einder na einder;
mondt uit op een steenweg, keert
smalend rechtsom, en slentert van verre naar heinde.

En als dan de vensters weer donker zijn
en hele families verwoed zijn gaan slapen,
komt zij, ook zij tot bedaren. Ze trekt met een kwaaie grijns
haar bottinen uit en slaat haar handen om haar knieën.

Ze is nacht nu, zwart als water.
Een raadsel, een straatje.

 

 
Kamiel Vanhole (24 mei 1954 - 12 juni 2008)

 

 

De Franse schrijver Jean de La Varende werd geboren op 24 mei 1887 op het kasteel van Bonneville à Chamblac (Eure). Zie ook alle tags voor Jean de La Varende op dit blog.

Uit: L'Homme aux gants de toile

« On l'a vu d'abord passer comme une ombre dans les forêts, évitant les bûcherons et les charbonniers. On s'est habitué à sa haute silhouette barbue en « carapousse » brune et même à cette bizarrerie des mains toujours gantées de chanvre bis. Puis, il s'est rapproché, a parlé un peu et, d'instinct, on a compris qu'il n'était pas qu'un simple paysan Est-il un régicide, un royaliste, un comploteur contre le régime impérial venu se cacher dans le fouillis d'arbres et de marécages de ce coin du Contentin ? Quel lourd secret le jette dans la solitude des cépées obscures après qu'il a abattu des arbres tout le jour avec une force de géant?
Dans la région, on a vite cessé de s'interroger sur le compte de ce « Monsieur Louis », si prompt à venir en aide contre les fièvres qui rongent les maraîchins, contre les gendarmes qui emprisonnent les contrebandiers. Mais, à Paris, il y a des gens plus curieux, et Flammèche est de ceux-là. Déguisé en colporteur, il cherche, de village en village, l'inconnu dont il a deviné le secret, afin de lui vendre chèrement son silence.
Jeu dangereux quand on a comme adversaire tout un pays et l'amour d'une femme. »

 

 
Jean de La Varende (24 mei 1887 – 8 juni 1959)

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