31-12-13

Nicholas Sparks, Gottfried August Bürger, Alexander Smith, Horacio Quiroga, Irina Korschunow, Stephan Krawczyk

De Amerikaanse schrijver Nicholas Sparks werd geboren in Omaha, Nebraska op 31 december 1965. Zie ook alle tags voor Nicolas Sparks op dit blog.

Uit: Dear John

“Like all cities, Wilmington is rich in places and poor in others, and since my dad had one of the steadiest, solid-citizen jobs on the planet -- he drove a mail delivery route for the post office -- we did okay. Not great, but okay. We weren't rich, but we lived close enough to the rich area for me to attend one of the best high schools in the city. Unlike my friends' homes, though, our house was old and small; part of the porch had begun to sag, but the yard was its saving grace. There was a big oak tree in the backyard, and when I was eight years old, I built a tree house with scraps of wood I collected from a construction site. My dad didn't help me with the project (if he hit a nail with a hammer, it could honestly be called an accident); it was the same summer I taught myself to surf. I suppose I should have realized then how different I was from my dad, but that just shows how little you know about life when you're a kid.
My dad and I were as different as two people could possibly be. Where he was passive and introspective, I was always in motion and hated to be alone; while he placed a high value on education, school for me was like a social club with sports added in. He had poor posture and tended to shuffle when he walked; I bounced from here to there, forever asking him to time how long it took me to run to the end of the block and back. I was taller than him by the time I was in eighth grade and could beat him in arm-wrestling a year later.”

 

 
Nicholas Sparks (Omaha, 31 december 1965)



De Duitse dichter en schrijver Gottfried August Bürger werd geboren op 31`december 1747 in Molmerswende. Zie ook alle tags voor Gottfried August Bürger op dit blog.

 

Der arme Dichter

Ein Dichter, rund und feist bei Leibe,
Mit einem Antlitz, lang wie breit,
Und glänzend, wie des Vollmonds Scheibe,
Sprach einst von seiner Dürftigkeit,
Und schimpfte brav auf teure Zeit.

»Das tun Sie bloß zum Zeitvertreibe«,
Rief einer aus der Compagnie;
»Denn dies Gedeihn an Ihrem werten Leibe,
Und Ihr Gesicht, die schöne Vollmondsscheibe,
Herr Kläger, zeugen wider Sie!« -

»Das hat sich wohl!« seufzt der Poet geduldig.
»Doch, Gott gesegn’ ihn! meinen Bauch -
Sanft strich er ihn - und diesen Vollmond auch
Bin ich dem Speisewirt noch schuldig.«

 

Mannstrotz

So lang ein edler Biedermann
Mit einem Glied sein Brot verdienen kann,
So lange schäm er sich nach Gnadenbrot zu lungern!
Doch tut ihm endlich keins mehr gut:
So hab er Stolz genug und Mut,
Sich aus der Welt hinaus zu hungern.

 

Mittel gegen den Hochmut der Großen

Viel Klagen hör ich oft erheben
Vom Hochmut, den der Große übt.
Der Großen Hochmut wird sich geben,
Wenn unsre Kriecherei sich gibt.

 

 
Gottfried August Bürger (31 december 1747 – 8 juni 1794)
Beeld in het stadsdeel Molmerswende, Mansfeld

 

 

De Schotse dichter Alexander Smith werd geboren op 31 december 1830 in Kilmarnock. Zie ook alle tags voor Alexander Smith op dit blog.

 

Glasgow (Fragment)

SING, poet, 'tis a merry world;
That cottage smoke is rolled and curled
In sport, that every moss
Is happy, every inch of soil: -
Before me runs a road of toil
With my grave cut across.
Sing, trailing showers and breezy downs -
I know the tragic hearts of towns.

City! I am true son of thine;
Ne'er dwelt I where great mornings shine
Around the bleating pens;
Ne'er by the rivulets I strayed,
And ne'er upon my childhood weighed
The silence of the glens.
Instead of shores where ocean beats
I hear the ebb and flow of streets.

Black Labor draws his weary waves
Into their secret moaning caves;
But, with the morning light,
That sea again will overflow
With a long, weary sound of woe,
Again to faint in night.
Wave am I in that sea of woes,
Which, night and morning, ebbs and flows.

 

 
Alexander Smith (31 december 1830 - 5 januari 1867)

 

 

De Uruguayaanse schrijver Horacio Quiroga werd geboren op 31 december 1878 in Salto. Zie ook alle tags voor Horacio Quiroga op dit blog.

The Son (Vertaald door F. Wufferz)

“Only now does the trace of a smile appear on the father's face at the memory of the boys' passion for hunting. Sometimes they shoot only a yacútoro or a surucuá, and return triumphant: Juan tohis ranch with the nine-millimeter rifle he was given as a present; his son to the plateau, with the greatsixteen-millimeter quadruple-locked Saint-Etienne rifle and white powder.He had been just like his son. At thirteen, he migh have given his life to own a rifle. His son, atthe same age, already owned one – and the father smiles.It is not easy, however, for a widowed father, with neither faith nor hope but that for the life of his son, to educate him as he has, free in his short range of action, sure of his little hands and feet sincehe was ten years old, aware of the immensity of certain dangers and the limits of his own powers.That father has had to fight hard against what he considers his selfishness. How easily might achild judge wrongly and feel a footing in the emptiness! Then a son is lost!Danger continues to exist for a man at any age; but there is less of a threat if since earliestchildhood he is used to relying on nothing but his own powers.That father has raised his son in this belief. And to achieve these ends, he has had to resist notonly his heart, but his moral torment; because that father, weak-stomached and poorly sighted, has suffered halucinations for a time now.He has seen memories of a happiness that should have risen no farther than the nothingness inwhich it is confined, concrete in its distressing illusion.”

 

 
Horacio Quiroga (31 december 1878 – 19 februari 1939)
Cover

 

 

De Duitse schrijfster Irina Korschunow werd geboren op 31 december 1925 in Stendal in Sachsen-Anhalt. Zie ook alle tags voor Irina Korschunow op dit blog. 

Uit: Meine schreckliche Brille und ich

„Es fing alles beim Augenarzt an. Ich musste Bilder erkennen, die in meinen Augen sehr verschwommen wirkten. Das merkte der Augenarzt und riet mir: „Komme doch bitte nächste Woche noch einmal, da ich mir deine Augen genauer anschauen muss. Du willst doch nicht etwa mit sechzig Jahren blind sein, oder?“ Mir fuhr der Schreck durch die Glieder. Ich stammelte natürlich „Neeein“, aber insgeheim wusste ich nicht, ob der Arzt nicht maßlos übertrieb. Außerdem ist es bis zur Untersuchung noch eine lange Zeit.
Aber von Tag zu Tag machte ich mir mehr Gedanken und wurde immer unsicherer. Musste ich eine Brille tragen? Wie würden die anderen darauf reagieren? Müsste ich vielleicht sogar eine Brille mit dicken Gläsern tragen? Diese Fragen quälten mich Tag und Nacht bis zu dem Arzttermin, den ich wahrscheinlich nicht mehr so schnell vergessen werde.
Meine Mama und ich kamen in das Wartezimmer der Praxis. Ich hatte ein furchtbar mulmiges Gefühl im Bauch. Für mich dauerte es eine Ewigkeit, bis mein Name aufgerufen wurde. Wir gingen in Zimmer 2. Bald kam der Augenarzt, den ich ja schon kannte. Ich musste in ein Gerät schauen, das Ähnlichkeiten mit einem Mikroskop hatte. Ich zitterte. Meine Hände waren verkrampft und schweißgebadet. Der Arzt wandte sich an mich: „Carolin, so leid es mir tut, du musst eine Brille tragen.“ Ich hätte in Weinkrämpfe ausbrechen können, aber ich versuchte, mir nichts anmerken zu lassen. Meine Mutter und ich fuhren wieder nach Hause. Als Trostpflaster durfte ich mir ein Buch in der Buchhandlung gegenüber von unserem Haus aussuchen.“

 

 
Irina Korschunow (Stendal, 31 december 1925)

 

 

De Duitse schrijver en musicus Stephan Krawczyk werd geboren op 31 december 1955 in Weida in Thüringen. Zie ook alle tags voor Stephan Krawczyk op dit blog.

Uit: Mensch, Nazi: Ein Roman

"Zum ersten Mal traf ich ihn in einer Berliner Eckkneipe, die heute alsSportbar mit riesigen Flachbildschirmen zum Verweilen einlädt. Ein Bekannter hatte mich auf einen Absacker eingeladen. Um unseren Stehtisch tänzelte jener kräftige junge Mann mit Glatze, Springerstiefeln, Aufnähern seiner Bewegung an der Bomberjacke, angetrunken, wenn nicht gar besoffen. Er versuchte meine Augen zu fixieren. Listig wich ich dem Blick aus. Mein Bekannter senkte die Stimme und sagte: Will der was? Offensichtlich wollte der was, denn jetzt blieb er stehen und sah mich an wie die Schlange das Kaninchen. Irgendetwas hatte ihn gegen mich aufgebracht. Nur was?
Die Frage sollte mir gleich beantwortet werden. Er kam auf mich zu, zog mich an der Schulter unsanft zu sich herum und fragte mit drohendem Unterton: Wie muss eine deutsche Frau sein? Man darf einem Streitsuchenden nur in die Augen schauen, wenn man von vornherein weiß, dass er unterlegen ist. Geistig war er mir ganz sicher unterlegen, körperlich war es umgekehrt. Er hätte mich ohne viel Federlesens zusammenfalten können. Ich sah ihm also zuerst auf das Kinn. Dann fiel mir ein, dass mir mein Bekannter vor einigen Minuten von seiner Wohnungsvermieterin, Frau Deutschmann, erzählt hatte. Die hatte ihm wegen einer einzigen etwas zu lauten Party mit Kündigung gedroht. Darauf hatte ich vielleicht etwas zu lautstark erwidert: Der Frau Deutschmann würde ich aber was erzählen! Wie muss eine deutsche Frau sein? , wiederholte er deutlich heiserer. Ich sah ihm fest in die Augen und wartete, bis kurz bevor er meinem Blick ausgewichen beziehungsweise handgreiflich geworden wäre. Dann rief ich im überzeugten Ton der letzten Worte einer Agitationsrede, sehr gesammelt, dennoch forsch und absolut bedeutungsschwanger: Schwarz! Rot! Gold! ..."

 

 
Stephan Krawczyk (Weida, 31 december 1955)

 

Zie voor nog meer schrijvers van de 31e december ook mijn vorige blog van vandaag.

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