24-12-13

Adam Mickiewicz, Angelika Schrobsdorff, Tevfik Fikret, Matthew Arnold, Stephenie Meyer


De Poolse dichter Adam Mickiewicz werd geboren op 24 december 1798 in Zaosie, nabij Nowogródek. Zie ook alle tags voor Adam Mickiewicz op dit blog.

 

Morgen und Abend

Der Sonnenaufgang schimmert durch die Wolkendecken,
und gegenüber sinkt der Mond, löscht sein Gesicht.
Die Rose öffnet ihre Knospen, Schicht um Schicht,
und taugebeugte Veilchen woll'n sich lichtwärts strecken.

Das Bildnis Lauras will mich aus den Träumen wecken.
Ich knie vorm Fenster, als sie ihre Zöpfe flicht
und fragt: Warum, ach, leuchten eure Augen nicht,
woll'n sich mein Liebster, Veilchen und der Mond verstecken?

Zum Abend zeige ich ihr wieder meine Treue,
Der Mond kehrt wieder und die Veilchen blühn verborgen,
süß duftend, auch der Himmel rötet sich aufs Neue.

Doch ich steh dort vom Fenster mit den alten Sorgen,
seh' wie sie sich herausputzt, und sich d’ran erfreue.
Nur ich knie ihr zu Füßen, traurig wie am Morgen.

 

 

Baktschi Sarai

Öd liegt das Schloß, wo ehedem die Khane prangen.
Kein Pascha wandelt heute durch den langen Flur.
Aus seidnem Sofathron flieht scheu die Kreatur;
Drin nisten Ungeziefer und ein Knäuel von Schlangen.

Schon Efeuranken durch die Fensternischen langen,;
durch feuchte Mauern und Gewölbe führt die Spur
und zeichnet, was ein jeden Menschenwerks Natur,
graviert Belsazars Menetekel ein: „Vergangen“

Dort in der Mitte rinnt noch aus den Marmorschalen
des Harems letzter Glanz und muß erblassen,
Weil Tränen eine Botschaft in die Wüste malen:

„Wo ist nun Liebe, Macht und Ehre, stolzes Prassen?
Muß man die Freude mit Vergänglichkeit bezahlen?
Warum bin ich allein, der Tränenquell, belassen?“

 

Vertaald door Dirk Strauch

 

 
Adam Mickiewicz (24 december 1798 - 26 november 1855)
Portret van Adam Mickiewicz bij de Judahu rots door Walenty Wańkowicz, 1828



De Duitse schrijfster Angelika Schrobsdorff werd geboren op 24 december 1927 in Freiburg im Breisgau. Zie ook alle tags voor Angelika Schrobsdorff op dit blog.

Uit: Du bist nicht so wie andre Mütter

„Überkandidelt nannte sie so was. Sie machte viel Gebrauch von diesem Wort. Ein Hut konnte überkandidelt sein, eine Person, eine Nachspeise, sogar ein Begriff. Die Vorstellungen, die sich mancherlei Menschen, besonders junge, von der Liebe machten, waren zum Beispiel vollkommen überkandidelt. Liebe zwischen Mann und Frau war nichts anderes als Einbildung. Die einzig große Liebe und das einzig wahre Glück einer Frau waren Kinder, und zu diesem Zweck ging man eine Ehe ein, eine vernünftige, von den Eltern überdachte und geplante Ehe. Was ging einen die Welt an, wenn man eine Familie hatte, in der man sich geborgen fühlte, die einen brauchte, für die man da sein mußte und wollte, vom ersten bis zum letzten Tag.
Das war Minnas Einstellung, und das war die Voraussetzung, unter der sie den lustigen, warmherzigen Daniel Kirschner heiratete, der einen kleinen Bauch hatte, Augen wie Wassertropfen und ein Engrosgeschäft für Kleider, Blusen und Morgenröcke. Zwei Jahre später wurde Else geboren.“

 

 
Angelika Schrobsdorff (Freiburg im Breisgau, 24 december 1927)
Freiburg im Breisgau

 

 

 

De Turkse dichterTevfik Fikret werd geboren op 24 december 1867 in Istanbul. Zie ook alle tags voor Tevfik Fikret op dit blog.

Mist (Fragment) (Vertaald door Sytske Sötemann)

O medresses, gerechtshoven met ingestort dak en verroest hek;
O hoeveel duizend geduldige bedelaars verwierven daar een plek
In de zwarte schaduw van de cipressen, in verleden en heden,
Waar de grafschriften luiden: ‘Genade voor hen die overleden’!
O mausolea, o voorvaderen die roerloos hier liggen en voorgoed,
Hoewel ieder van hen aan rumoerige daden denken doet;
O oude straten, beslijkt en stoffig oorlogsterrein;
O ruïnes waarvan de gapende gaten de stille getuigen zijn;
O heimlijke plaatsen waar slaperige vagebonden verkeren;
O stille en vervallen huizen die de rouw symboliseren
Die aan ieders voeten ligt in donkere druppels, inktzwart;
O treurige haarden die gedoofd zijn van pijn en smart,
Elks schoorsteen nu een nest voor ooievaar of wouw,
Sinds jaren vergeten hoe rook kringelt door de schouw;
O uitgedroogde monden die iedere laagheid slikken
Voor het zuur van de maag, en bitter zich schikken;
O hoe hongerig, lui en onvruchtbaar, ofschoon door de natuur
Zo klaar en gezegend geschapen, zo rein en zo puur.
De geleden vernedering, de hemel smekend om elke zegening,
Om elk geschenk, hoe hypocriet... alle reden voor bevrijding!
O stem van honden, o schreeuw die de ondankbaarheid
In de mens vervloekt, begiftigd met eer die tot spreken leidt;

 

 
Tevfik Fikret (24 december 1867 - 19 augustus 1915)
Cover

 

 

De Engelse dichter en cultuurcriticus Matthew Arnold werd geboren op 24 december 1822 in Laleham, Middlesex. Zie ook alle tags voor Matthew Arnold op dit blog.

 

Requiescat

Strew on her roses, roses,
And never a spray of yew!
In quiet she reposes;
Ah, would that I did too!

Her mirth the world required;
She bathed it in smiles of glee.
But her heart was tired, tired,
And now they let her be.

Her life was turning, turning,
In mazes of heat and sound.
But for peace her soul was yearning,
And now peace laps her round.

Her cabin'd, ample spirit,
It flutter'd and fail'd for breath.
To-night it doth inherit
The vasty hall of death.

 

Shakespeare

Others abide our question. Thou art free.
We ask and ask--Thou smilest and art still,
Out-topping knowledge. For the loftiest hill,
Who to the stars uncrowns his majesty,

Planting his steadfast footsteps in the sea,
Making the heaven of heavens his dwelling-place,
Spares but the cloudy border of his base
To the foil'd searching of mortality;

And thou, who didst the stars and sunbeams know,
Self-school'd, self-scann'd, self-honour'd, self-secure,
Didst tread on earth unguess'd at.--Better so!

All pains the immortal spirit must endure,
All weakness which impairs, all griefs which bow,
Find their sole speech in that victorious brow

 

 
Matthew Arnold (24 december 1822 - 15 april 1888)
Borstbeeld in Westminster Abbey

 

 

De Amerikaanse schrijfster Stephenie Meyer werd geboren in Connecticut op 24 december 1973. Zie ook alle tags voor Stephenie Meyer op dit blog.

Uit: The Host

“Eight full lives,” I whispered against his jaw, my voice breaking. “Eight full lives and I never found anyone I would stay on a planet for, anyone I would follow when they left. I never found a partner. Why now? Why you? You're not of my species. How can you be my partner?”
“It's a strange universe,” he murmured.
“It's not fair,” I complained, echoing Sunny's words. It wasn't fair. How could I find this, find love–now, in this eleventh hour–and have to leave it? Was it fair that my soul and body couldn't reconcile? Was it fair that I had to love Melanie, too? Was it fair that Ian would suffer? He deserved happiness if anyone did. Itwasn't fair or right or even…sane. How could I do this to him?
“I love you,” I whispered.
“Don't say that like you're saying goodbye.”
But I had to. “I, the soul called Wanderer, love you, human Ian.
And that will never change, no matter what I might become.” I worded it carefully, so that there would be no lie in my voice.
“If I were a Dolphin or a Bear or a Flower, it wouldn't matter. I would always love you, always remember you. You will be my only partner.”

 

 
Stephenie Meyer(Connecticut, 24 december 1973)

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