20-07-11

Francesco Petrarca, Maurice Gilliams, Erik Axel Karlfeldt

 

De Italiaanse dichter en schrijver Francesco Petrarca werd geboren in Arezzo op 20 juli 1304. Zie ook mijn blog van 20 juli 2007 en ook mijn blog van 20 juli 2008 en ook mijn blog van 20 juli 2009.en ook mijn blog van 20 juli 2010

 

 

Ist Liebe lauter nichts

 

Ist Liebe lauter nichts, wie dass sie mich entzündet?
Ist sie dann gleichwohl was, wem ist ihr Tun bewusst?
Ist sie auch recht und gut, wie bringt sie böse Lust?
Ist sie nicht gut, wie dass man Freud aus ihr empfindet?

Lieb ich gar williglich, wie dass ich Schmerzen trage?
Muss ich es tun, was hilfts, dass ich solch Trauren führ?
Tu ichs nicht gern, wer ists, der es befiehlet mir?
Tu ich s gern, warum, dass ich mich dann beklage?

Ich wanke wie das Gras, so von den kühlen Winden
Um Vesperzeit bald hin geneiget wird, bald her.
Ich walle wie ein Schiff, das in dem wilden Meer

Von Wellen umgejagd nicht kann zu Rande finden.
Ich weiß nicht was ich will, ich will nicht was ich weiß,
Im Sommer ist mir kalt, im Winter ist mir heiß.

 

 

Vertaald doorMartin Opitz

 

 

 

 

Es hob mich der Gedanke in ihre Kreise

 

Es hob mich der Gedanke in ihre Kreise

Zu ihr nach der hier vergeblich geht mein Streben

Dort sah ich sie im dritten Himmel schweben...

Schön war sie wie nie doch in minder stolzer Weise.

 

Sie fasste mich bei der Hand und sagte leise:

„So michs nicht trügt werden hier vereint wir noch leben...

Ich bins die so große Kämpfe dir gegeben

Und die vor Abend beendete ihre Reise.

 

Mein Glück begreift kein menschlicher Verstand:

Dich allein erwart ich und meine schöne Hülle

Die da unten blieb – der Anfang deiner Liebe“

 

Ach warum schwieg sie und entzog sie ihre Hand?

Bei solcher liebreicher und keuscher Worte Fülle

War mir als ob ich in dem Himmel bliebe.

 

 

 

Vertaald door Stefan George

 

 

 

Francesco Petrarca (20 juli 1304 – 19 juli 1374)


 

 

 

De Vlaamse dichter en schrijver Maurice Gilliams werd geboren in Antwerpen op 20 juli 1900. Zie ook mijn blog van 20 juli 2008 en ook mijn blog van 20 juli 2009 en ook mijn blog van 20 juli 2010

 

 

Gedroomd geluk

 

Gij proeft de weemoed niet van een dun Frans boek,

vóór ’t open venster en het regent zoet

op de blauwe denneboom. ’t Wordt avond,

en ik lees een weelde van de bladen

terwijl ik zwijg. – Gij wilt alleen met mij,

zoals het was in een oud liedekijn:

rijden over de heide. Ik blijf zwijgen,

omdat uw stem mij ongewoon gaat schijnen

en uw onrust in een kus zich wreekt:

‘blijf hier wonen.’ Maar een schamel poëet

heeft niet wat hij wil om boter te kopen,

en dan vervloeien gauw de liefdeswoorden.

-ik lees van een kind dat een zeepbel blies

om een kever: het dwaas en broos verdriet.

 

 

 

 

Winter te Schilde

 

Het is een vlakte waar geen moeders wonen;

Het sneeuwt en blinder zwellen de moerassen.

De stilte vriest aan ’t warhout der gewassen,

Langs donkre paden naar helle kerkhoven.

Maar wiegeliedren hoort men nergens ruisen,

Geen winteravondzangen brengen vrede.

De natte honden bassen aan hun keten;

De bruine ratten dringen in de huizen.

Daar rusten, donker-weg, de ronde broden,

Het karig voedsel voor de bittre dagen.

En alles wat een mensenziek kan klagen

Verkropt zij in der doden zoete namen.

 

 

Maurice Gilliams (20 juli 1900 – 18 oktober 1982)

 

 

 

 

 

De Zweedse dichter Erik Axel Karlfeldt werd geboren op 20 juli 1864 in Folkärna. Zie ook mijn blog van 20 juli 2007 en ook mijn blog van 20 juli 2008 en ook mijn blog van 20 juli 2009 en ook mijn blog van 20 juli 2010

 

 

Wohl mir, nach all dem Spielen

 

Wohl mir, nach all dem Spielen, Schweifen:
du bist der Ernst, und du bist mein;
um unsere Liebe auszureifen,
braucht's keiner Sonne warmen Schein!
Hörst du die Winde heulen, pfeifen?
Hochzeitlich dringt's zu uns herein!
Wir lachen, wenn die Balken knarren,
denn unser Glück hat feste Sparren.

 

 

 

 

Dann zog er hinab ins Tal

Dann zog er hinab ins Tal
eine Vollmondnacht,
eine Goldmondnacht.
Die stumme Nachtigall
in seinem Herzen erwacht.
Er sagt zu der armen Gefangenen:
Flieg hinaus in den grünen Hain!
Ich bin voll von dem Neuen, dem Vergangenen,
ich bin jung von berauschender Pein.
Der Frühling aus fernen Weiten
stand wie neu erweckt am Hang,
und er sang wie in Nachtigallenzeiten
seines Herzens Überschwang.

 

 

 


Erik Axel Karlfeldt (20 juli 1864 – 8 april 1931)

Portret door J A G Acke

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