30-06-11

Czeslaw Milosz, Juli Zeh, José Emilio Pacheco, Jacqueline Zirkzee, Assia Djebar

 

De Poolse dichter, schrijver en Nobelprijswinnaar Czesław Miłosz werd geboren in Šeteniai op 30 juni 1911. Zie ook mijn blog van 30 juni 2006 en ook mijn blog van 30 juni 2007 en ook mijn blog van 30 juni 2008 en ook mijn blog van 30 juni 2009 en ook mijn blog van 30 juni 2010.

 

 

Wolken

 

Wolken, meine schrecklichen Wolken,
wie schlägt das Herz voller Leid und Trauer,
Wolken, ihr weißen und schweigsamen Wolken,
die ich am Morgen durch Tränen schaue
und weiß, daß Hochmut in mir und Begierden,
die Grausamkeit und das Korn der Verachtung
zum toten Schlaf mir das Lager flechten,
und meiner Lüge herrlichste Farben
die Wahrheit verbergen. Dann senk ich die Augen
und spüre Gewitter, die mich durchschauern,
brennende, trockene. Wie seid ihr schrecklich,
Wolken, Wächter der Welt! Laßt mich schlafen,
mag die barmherzige Nacht mich verschlingen.

 

 

 

Das

 

Lauf Mein freudiger Lauf durch dunkle und herbstliche Parks, Über

Wege mit raschelnden Blättern und Tannennadeln, Wenn sich die

Wiesen unter den Eichen leeren, Und bläuliche Fernseh-Augen in

Fenstern verlöschen. Solch Leichtfüßigkeit hab ich nie wirklich

besessen, Höchstens als Junge, achtjährig, zeitig am Morgen, Über

die Erde fliegend, trunken von Licht, Gab es kein Halten im luftigen

Lauf. Doch feindlich begrüßen mich Wachsein und Wirklichkeit. Ich

schleppe mich langsam, asthmatisch, gestützt auf den Stock. Nur die

Nacht nimmt mich mit auf lange Reisen, Wo die Welt wie zuvor

wieder neu und schön. Am Bach Das Rauschen kristallklaren

Wassers zwischen den Steinen im Hochwald, tief in der Schlucht.

Am Ufer das Leuchten der Farne im Sonnenlicht, unfaßbar die

Formenvielfalt der Blätter: wie Lanzen, wie Schwerter, wie Herzen,

wie Schaufeln, wie Zungen, wie Federn, gekerbt und gezähnt,

gezackt und gesägt – wer nennt es beim Namen? Und dann erst die

Blüten! Weißliche Rispen, tiefblaue Kelche, hellgelbe Sterne,

Röschen und Dolden. Ich sitze, betrachte das Treiben der Hummeln,

den Flug der Libellen, den plötzlichen Start eines Fliegenschnäppers

und den eiligen, blauschwarzen Käfer im Dickicht der Halme. Und

mir ist, als hört’ ich die Worte des Demiurgen: »Entweder Felsen,

stumm, wie am ersten Tage der Schöpfung, oder das Leben, bedingt

durch den Tod, und damit die Schönheit, die dich berauscht.«

 

 

 

Vertaald door Doreen Daume

 

 

 

 

Bij het ochtendgloren

Uiteenstuivende paarden
van een voorbije eeuw.
Een reusachtige dageraad
breidt zich uit over de wereld.
Mijn fakkel verbleekt, de hemel wordt helder.
Ik sta bij een rotshol, daaronder bruist de rivier.
In de eerste glorie boven de bergen een tipje van de maan.

 

 

 

Vertaald door Gerard Rasch

 

 

Czeslaw Milosz (30 juni 1911 – 14 augustus 2004)

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Mongo Beti, Georges Duhamel, Thomas Lovell Beddoes, John Gay, Marina Lewycka

 

De Kameroense schrijver Mongo Beti (eig. Alexandre Biyidi) werd geboren op 30 juni 1932 in Mbalmayo, een klein dorp ten zuiden van Yaoundé. Zie ook mijn blog van 30 juni 2007 en ook mijn blog van 30 juni 2008 en ook mijn blog van 30 juni 2009 en ook mijn blog van 30 juni 2010.

 

Uit: Mission to Kala (Vertaald door Peter Green)

 

„The village laid siege to me socially from the early morning onwards. First of all there were the young boys. They invaded my uncle's house loaded with books and slates. They begged me to teach them to read, write, do sums, and understand the pictures in their books. Then came the grown men, who all wanted me to write letters for them. Since my arrival they had all taken it into their heads to place orders with European-style shops, I became their public scribe, scribbling away from morning to night under the absorbed and tireless gaze of an ever-increasing crowd.

Finally, there was the weaker sex -- so weak, in fact, that I never found out just why young girls and women verging on middle age came and stared at me whenever they could manage it. They did nothing else, just stared: it was a simple kind of self-indulgence.“

 

 


Mongo Beti (30 juni 1932 – 8 oktober 2001)

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29-06-11

Ror Wolf, Vasko Popa, Oriana Fallaci, Giacomo Leopardi, Antoine de Saint-Exupéry, Anton Bergmann

 

De Duitse dichter en schrijver Ror Wolf (pseudoniem van Raoul Tranchirer) werd geboren op 29 juni 1932 in Saalfeld/Saale. Zie ook mijn blog van 29 juni 2007 en ook mijn blog van 29 juni 2008 en ook mijn blog van 29 juni 2009 en ook mijn blog van 29 juni 2010.

 

Uit: Zwei oder drei Jahre später

 

Vorgänge im Gebirge

 

Ein Mann, ein Geiger, ein unbekannter Geiger, dessen Name mir beim besten Willen nicht einfallen will, sagte, als man ihn in einem Wirtshaus in Gletsch bat, ein wenig zu geigen, daß er seine Geige vergessen oder vielmehr verloren habe. Er glaube, er habe sie in Lax verloren, auf seinem Weg ins Gebirge, auf dem der Schnee derart dick den Boden bedeckte, daß er gar nicht gespürt habe, wie sie hinabgefallen sei, sie sei ohne Geräusche hinabgefallen, er habe dieses Hinabfallen gar nicht bemerkt. Er sei an diesem Abend noch in ein Wirtshaus gegangen, wo man ihn aufgefordert habe, ein wenig zu geigen, und habe erst in diesem Moment entdeckt, daß er gar keine Geige mehr hatte. Vor allem deshalb sei er ein unbekannter Geiger geblieben, und zwar sein Leben lang.

 

 

Wetterverhältnisse

 

Es schneit, dann fällt der Regen nieder,
Dann schneit es, regnet es und schneit,
Dann regnet es die ganze Zeit,
Es regnet und dann schneit es wieder.



 

Ror Wolf (Saalfeld/Saale, 29 juni 1932)

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Willibald Alexis, Joachim Heinrich Campe, John W. Toland, Paul Lebeau, Louis Scutenaire, Oleg Korenfeld

 

De Duitse schrijver Willibald Alexis (eig. Georg Wilhelm Heinrich Häring) werd geboren op 29 juni 1798 in Breslau. Zie ook mijn blog van 29 juni 2009 en ook mijn blog van 29 juni 2010.

 

Uit: Der Werwolf Hake von Stülpe

 

»Daß Gott erbarm!« rief Frau von Bredow, und wollte wieder ihre Hände falten, aber der Kopf war noch nicht recht im Gleichgewicht; auch die runde Brille war unter die Augen gerutscht, und das abgegriffene Buch, das ihr auf den Schoß gesunken, dieweil der Schlaf mit seinen Sammetfingern über ihre Wimpern strich, war jetzt zur Erde gefallen.

Davon war sie vielleicht erwacht.

»Du meine Zeit, was war das?«

Die Mägde hätten nicht nötig gehabt zu antworten; der Wind antwortete schon selbst, und wenn er

vorübersauste und in den Wäldern nachheulte, surrte und summte es unheimlich draußen, als kratze es mit tausend weichen Katzenpfoten an die Eichenläden der Fenster.

»Der weiße Mann ist draußen,« sagte der Knecht Ruprecht, der das Feuer auf dem Herde schürte.

Aber dem weißen Manne draußen, der so ungestüm den Bewohnern ansagte, daß er in der Burg

Einlagerung getan, antwortete drinnen ein anderes Schnurren und Surren; gleich wie seinen Schneeflocken zum Trotz drehten sich und schwirrten die Spinnrocken, und die Holzschuhe klappten dazu lustig auf dem Estrich.

Der weiße Mann, wenn er durch die Läden in die warme Halle hätte schauen können, hätte sich wohl

gewundert, wie Menschenwitz es mit seinem Grimm aufnimmt. Es hatte sich mancherlei seit den zehn oder fünfzehn Jahren geändert, seit unser Aug nicht in die Burghalle von Hohenziatz blickte. Die Läden von Eichenholz waren fest gezimmert und beschlagen, und die Ritzen zwischen Stil und Stein mit Moos und Lehm verklebt und mit Mörtel verstrichen. Das Wetter mußte draußen bleiben, und auch der Wind, wenn er noch so sehr aus seinen Pausbacken blies, wehte doch nur ein weniges die flackernden Kienspäne, die an die Pfeiler gesteckt, das Gemach hell machten.”

 

 

Willibald Alexis (29 juni 1798 – 16 december 1871)

Houtsnede van A. Neumann, 1872

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28-06-11

Florian Zeller, Marlene Streeruwitz, Fritzi Harmsen van Beek, Juan José Saer, Anton van Wilderode

 

De Franse schrijver Florian Zeller werd op 28 juni 1979 in Parijs geboren. Zie ook mijn blog van 28 juni 2007 en ook mijn blog van 28 juni 2008 en ook mijn blog van 28 juni 2009 en ook mijn blog van 28 juni 2010.

 

Uit: Julien Parme

 

„Ce jour-là, le jour du train, je me répétais que c'était la dernière fois que je voyais ma mère. Je me répétais ça pour bien réaliser. Pour m'imprégner de l'idée que c'était la fin de quelque chose. La première partie de ma vie. Le temps des cerises. Bref. Sur le coup, ça m'a ému. Comme pour le jour d'un enterrement, si vous voulez une comparaison. Je voyais déjà quej'allais en faire un chapitre dans un de mes romans futurs. Un chapitre bien cruel, qui arrache les larmes et tout. Je l'appellerais L' adieu. Ca serait l'histoire du héros qui déciderait de ne plus rentrer chez lui pour se venger de la cruauté de sa mère. Un truc qui déchire. Un jour, une journaliste y verrait la clé de toute mon oeuvre. Elle viendrait me voir pour m'interviewer. Moi avec mon cigare, et elle, un peu intimidée, forcément.

(...)

 

Ce qui est embêtant, avec les gens, c'est qu'ils vous poussent toujours à inventer n'importe quoi. Vous, vous auriez envie de dire la vérité, mais ils font toujours en sorte de vous contrarier. Sans rire, ils vous poussent toujours à inventer n'importe quoi. Parce qu'ils vous demandent en permanence des explications sur tout. Seulement, c'est pas possible de tout expliquer tout le temps. Vous leur dites par exemple que vous pouvez pas aller à une soirée, tout de suite ils vous demandent des explications interminables, genre certificat médical, au lieu de juste comprendre que vous allez pas pouvoir venir. Alors du coup, vous simplifiez un peu, vous arrangez, vous transformez légérement pour pas rentrer dans les détails, presque rien, un petit lifting, et après on vous accuse de mentir. C'est ça qui est embêtant avec les gens. Le manque de logique.“

 

 

Florian Zeller (Parijs, 28 juni 1979)

 

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Ryszard Krynicki, Mark Helprin, Luigi Pirandello, Jean-Jacques Rousseau, Otto Julius Bierbaum, A. E. Hotchner, Eric Ambler, Jürg Federspiel

 

De Poolse dichter, vertaler en uitgever Ryszard Krynicki werd geboren op 28 juni 1943 in St.Valentin, Lager Wimberg, Oostenrijk. Zie ook mijn blog van 28 juni 2007 en ook mijn blog van 28 juni 2008 en ook mijn blog van 28 juni 2009 en ook mijn blog van 28 juni 2010.

 

 

The tounge, that wild meat

for Zbigniew Herbert & Mr. Cogito

 

the tongue, that wild meat, that grows in the wound,

in the open would of the mouth, that feeds on deceitful truth,

the tongue, that externally beating, bared heart, that naked blade,

a defenseless weapon, that gag, stifling

defeated uprisings of words, that animal tamed daily

by human teeth, that inhuman thing which grows in us and

outgrows us, that animal fed with the poisoned flesh of the body,

that red flag we swallow and spit out together with the blood, that

split in two surrounding us, that real lie that deceives,

that child, while learning the truth, truly lies

 

 

 

Vertaald door Boguław Rostworowski

 

 

Save Me, Guide Me

 

Save me, shield me, faithful journey,

from my own lies and from our era.

Protect me, you, Angel and Guardian,

but you, White Cloud, guide me.

 

Keep me from thunder, hurricane,

immaculate truth, give me light.

Don't overlook me, little dove,

when you send us a sign from the heights.

 

Forgive me, twilight,

don't pierce me, spear of nightmares.

Don't bless me with madness,

 

wake me, morning star.

 

 

 

Vertaald door Alissa Valles

 

 


Ryszard Krynicki (St.Valentin, 28 juni 1943)

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27-06-11

Lucille Clifton, Rafael Chirbes, Marcus Jensen, E. J. Potgieter, Kees Ouwens, Dawud Wharnsby

 

De Amerikaanse dichteres en schrijfster Lucille Clifton werd geboren in New York op 27 juni 1936. Zie ook mijn blog van 27 juni 2009 en ook mijn blog van 27 juni 2010.

 

 

My Mama Moved Among the Days

 

My Mama moved among the days

like a dreamwalker in a field;

seemed like what she touched was here

seemed like what touched her couldn't hold,

she got us almost through the high grass

then seemed like she turned around and ran

right back in

right back on in.

 

 

There is a girl inside

 

There is a girl inside.

She is randy as a wolf.

She will not walk away and leave these bones

to an old woman.

 

She is a green tree in a forest of kindling.

She is a greeen girl in a used poet.

 

She has waited patient as a nun

for the second coming,

when she can break through gray hairs

into blossom

 

and her lovers will harvest

honey and thyme

and the woods will be wild

with the damn wonder of it.

 

 

Lucille Clifton (27 juni 1936 – 13 februari 2010)

 

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Zsuzsanna Gahse, João Guimarães Rosa, Catherine Cookson, Gaston Bachelard, James Woodforde, Helen Keller

 

De Duitse schrijfster en vertaalster Zsuzsanna Gahse werd op 27 juni 1946 in Boedapest geboren. Zie ook mijn blog van 27 juni 2007 en ook mijn blog van 27 juni 2008 en ook mijn blog van 27 juni 2009 en ook mijn blog van 27 juni 2010.

 

 

 

DRITTER WÜRFEL

1.
Schon mit Siebzehn war er auf dem Schiff, fing
als Schiffsjunge an, war bald braun gebrannt,
auf dem Kopf eine Schildmütze, und die
Uniformhose trug er ohne Hemd,
sobald es warm war, im Sommer immer.
Am Landungssteg – wobei das Schiff ständig
zu halten hatte – warf er die Taue,
und man sah seinen Rücken, den schönen
glatten Rücken, die Schulterblätter in
Bewegung. Gleich darauf drehte er sich

2.
um, schaute einen mit braunen Augen
an und sagte, aussteigen bitte. Den
Sommer lang jede Viertelstunde die
dicken Taue werfen, ziehen, um die
Poller wickeln, warten, weiterfahren,
in die Sonne schauen oder tief ins
Wasser und unabhängig bleiben. Die
älteren Matrosen mochten ihn auch.
Der Stefan, sagten sie, der Junge bringt
es noch weit, und er kam bis zum Schwarzen

3.
Meer, dann war er verschollen

 

 

 

Uit: Instabile Texte. zu zweit

 

Gestern: Licht, heute: Licht, morgen: Licht. Eine ganz eindeutige Zugehörigkeit hat das Licht,

es gehört dem Tag.

 

Alle Augen glänzen, alle Leute haben Haut am Sommerabend, und die Hauswände,

die Markisen, die Tische, die Gläser, die künstlichen Kakteen haben sich

vollgetrunken mit dem rotorangenen Abend, der flach und groß aus dem See steigt.

 

Es ist gleich neunzehn Uhr, und ich weiß, dass die Leute, die auf der Straße und am

Seeufer in Richtung Westen gehen, ein auffallendes Liebeslicht in ihren Gesichtern

haben, bis weit nach neun Uhr abends.

 

 

Zsuzsanna Gahse (Boedapest, 27 juni 1946)

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26-06-11

In Memoriam Heere Heeresma

 

In Memoriam Heere Heeresma

 

 

De Nederlandse schrijver Heere Heeresma is zondagochtend op 79-jarige leeftijd overleden in een verzorgingstehuis voor oudere kunstenaars en wetenschappers in Laren. De schrijver was bekend van onder meer zijn romans Een dagje naar het strand en Han de Wit gaat in ontwikkelingshulp. Heere Heeresma werd geboren in Amsterdam op 9 maart 1932. Zie ook mijn blog van 9 maart 2007en ook mijn blog van 9 maart 2008. en en ookmijn blog van 9 maart 2009en ook mijn blog van 9 maart 2010.

 

 

Uit: Een aanranding in het Vondelpark

 

„Ze bleef liggen, ze voelde zich te zwak om op te staan. Het was weer doodstil in het park. Het was opgehouden met sneeuwen merkte ze. Ze hoorde helemaal niks meer. Net zoals in het begin. Na die drukte van net leek het wel alsof ze ergens op de Sahara was. Vele vragen spookte door haar hoofd; ‘Wat gebeurt er allemaal? Waarom moet mij dit nou net overkomen?’. ‘Ik moet opstaan en verder lopen. Laat ik dit maar vergeten’ Ze stond op en liep verder. Haar benen voelde nog zwak aan.
Het is doodstil. Ze hoort alleen het kraken van de sneeuw onder haar schoenen. Hé, in de verte zag ze een schommelend lichtje. Waarschijnlijk van een fietser…“

 

 

 

Uit: Kijk, een drenkeling komt voorbij

 

‘“Nee,” zei hij. “Eerst mijn schelpen verkopen.” “Hoe wil je die kar door het strand trekken?” vroeg ze, liep naar voren, legde een hand op de grijze ezel en duwde. Het dier viel om. Het was van gewapend karton en een voorpoot lag door de val eraf. Bitter keek hij neer op die flauwekul en begon toen de kar los te maken. Vers touw. Echt touw. Geen blauwe of oranje lijnen van kunststof.

 

 

 

Uit: Han de Wit gaat in ontwikkelingshulp

 

“En daar was vader. De donderende slag waarmee deze de keukendeur achter zich dicht gooide deed het meubilair trillen. Vaders vrolijke bas schalde door het huis en knallend sloeg hij moeder op d'r gat.
‘Ondeugd!’ schreeuwde moeder en dreigde vader met de pollelepel waarbij de soep over haar hand liep.
Glimlachend zag hij het aan. Hij hield er van wanneer vader in een puik humeurtje was. Zo vaak kwam dat niet voor. Streep aan de balk.
‘Zo jan lul!’
‘Dag vader.’ Hij reikte vader de hand en kromp in elkaar toen deze hem even in zijn eeltknuist drukte.
‘Eten!’ riep vader.
‘Trek eerst je duffelse jekker uit en was je jatten, man,’ zei moeder.
‘Deze vuiligheid op m'n kleren en m'n lichaam is tenminste door eerlijk werk verkregen,’ meende vader.
‘Daar behoef je ons toch niet de dupe van te laten worden.’
Mopperend verdween vader in de slaapkamer.

 

 

 

Het allerlaatste gedicht

 

De hebzucht en de fantasie zijn prima

Want vullen onze eenzaamheid met lust.

Hier is de Bijenkorf al, en daar de Hema.

En straks de dood voor de noodzakelijke rust.

 

 

 


Heere Heeresma (9 maart 1932 – 26 juni 2011)

 

Zie voor de schrijvers van de 26e juni ook mijn vorige twee blogs van vandaag.

Jacqueline van der Waals, Aimé Césaire, Yves Beauchemin, Elisabeth Büchle, Laurie Lee, Pearl S. Buck

 

De Nederlandse dichteres Jacqueline Elisabeth van der Waals werd geboren op 26 juni 1868 in Den Haag. Zie ook mijn blog van 26 juni 2007 en ook mijn blog van 26 juni 2008 en ook mijn blog van 26 juni 2009 en ook mijn blog van 26 juni 2010.

 

 

 

Rozenboompje

 

Als de zon des avonds daalt

Staat mijn rozenboom vol rozen,

Nog in 't avondlicht te blozen

Dat zijn kruintje overstraalt.

 

't Boompje bloost en bloeit en blinkt

In het midden van mijn gaarde,

Waar rondom de duisterende aarde

Reeds in schemering verzinkt.

 

's Avonds in mijn rozenhof

Blijft het avondlicht gevangen

In de duizend roosjes hangen,

Rodend roos en rozelof.

 

 

Vreemd

 

Vreemd, dat boom en tak zo stil staan

In het gouden licht vandaag,

Dat de bladertjes zo stil gaan,

't Een na 't ander, naar omlaag.

 

Dat het zonlicht zo voorzichtig

Door de ijlheid straalt van 't lof,

En het groene blad doorzichtig

En veel edeler maakt van stof,

 

Dat het windje in de twijgen

Zo behoedzaam gaat te werk

En aleen wat blaadjes zijgen

Doet op 't pad en 't bloemenperk,

 

Zonder 't wazig diep te raken

Waar de groene schemer blauwt,

Of de goudglans schuw te maken

In het ijlbebladerd hout,

 

Of te roeren aan de vijver,

Waar zeer statiglijk en traag

Twee voorname zwanen drijven

Met hun spiegelbeeld omlaag,

 

En wat late najaarsrozen,

Als bewasemend amethyst,

Al de weemoed van hun broze

Schoonheid heffen in de mist.

 

 

 

 

Jacqueline van der Waals (26 juni 1868 – 29 april 1922)

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Stefan Andres, Martin Andersen-Nexø, Bankim Chandra Chatterjee, Sunthorn Phu, Branwell Brontë, Sidney Howard

 

Duitse schrijver Stefan Andres werd geboren op 26 juni 1906 in Breitwies bij Trier. Zie ook mijn blog van 26 juni 2007 en ook mijn blog van 26 juni 2008 en ook mijn blog van 26 juni 2009 en ook mijn blog van 26 juni 2010.

 

Uit: Wir sind Utopia

 

„Das braune, eintönige Plateau lag unter der jeden Tag gleich wiederkehrenden Sonne zerpulvert da, und um das Gefährt, das in den sanften Senkungen des Weges verging und wieder hügelan strebte, hatte sich eine so dichte Staubwolke gebildet, daß man nur an seiner Schnelligkeit, dem Benzingestank und dem nachmittäglich langen Schatten einen Lastkraftwagen erkennen konnte. Wer aus der Ferne die knatternde, gelbe Wolke in der Einöde dahinkriechen sah, konnte die groteske Vor-

stellung haben, daß sich ein Stück des Weges erhoben und auf Wanderschaft begeben habe, um die rätselhafte Linie seines Auf und Ab und alle Windungen selber einmal zu verfolgen, in einem goldenen Federbusch dahinstäubend und eine lange, immer dünner und niedriger gleitende Schleppe hinter sich herziehend.

Aber es gab keinen Zuschauer. Die wenigen Bauernhäuser starrten mit schwarzen Fenstern ausgestorben in den Sonnenbrand, nur ein paar Hunde hoben gegen das sich nahende Monstrum aus Staub und Lärm die Nasen, duckten sich und sprangen in die versengten Felder, um dann wieder auf den leeren Weg zurückzukehren, an dessen Rand sie entlangsuchten, um bei einem umgewofenen Gepäckwagen und dem aufgedunsenen Körper eines Pferdes herumzuschnüffeln, zögernd und miteinander zankend, bis der Hunger ihren Abscheu vor dem Aas überwand.

Die Staubwolke aber kroch unentwegt in die Weite, und dort, wo auf der goldbraunen Höhe die ebenso braune Ringmauer einer im Mittelalter liegengebliebenen Stadt wie eine natürliche Felsenstufe sich erhob, verschwand sie unter dem Torbogen wie eine Lokomotive in einem Tunnel, und die Wachsoldaten unterm Tor sahen, wie auf dem Katzenkopfpflaster der Staub um den Wagen plötz-

lich verging und Bajonette hervorblitzten, ein eiserner Verhau um die wie aus Lehm gebackenen Gestalten, die auf dem offenen Lastwagen hockten und mit stumpfen Gesichtern den unerwarteten Schatten genossen und kaum den Kopf zu einem verstohlenen, flüchtigen Um- blick erhoben.

 

 

Stefan Andres (26 juni 1906 - 29 juni 1970)

 

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25-06-11

George Orwell, Ingeborg Bachmann, Larry Kramer, Ariel Gore, Michel Tremblay

 

De Britse schrijver George Orwell (pseudoniem van Eric Arthur Blair) werd op 25 juni 1903 geboren in Motihari, India. Zie ook mijn blog van 25 juni 2010 en eveneens alle tags voor George Orwell op dit blog.

 

Uit: 1984

 

„As soon as Winston had dealt with each of the messages, he clipped his speakwritten corrections to the appropriate copy of the Times and pushed them into the pneumatic tube. Then, with a movement which was as nearly as possible unconscious, he crumpled up the original message and any notes that he himself had made, and dropped them into the memory hole to be devoured by the flames.

What happened in the unseen labyrinth to which the pneumatic tubes led, he did not know in detail, but he did know in general terms. As soon as all the corrections which happened to be necessary in any particular number of the Times had been assembled and collated, that number would be reprinted, the original copy destroyed, and the corrected copy placed on the files in its stead. This process of continuous alteration was applied not only to newspapers, but to books, periodicals, pamphlets, posters, leaflets, films, sound tracks, cartoons, photographs-to every kind of literature or documentation which might conceivably hold any political or ideological significance. Day by day and almost minute by minute the past was brought up to date. En this way every prediction made by the Party could be shown by documentary evidence to have been correct; nor was any item of news, or any expression of opinion, which conflicted with the needs of the moment, ever allowed to remain on record. All history was a palimpsest, scraped clean and reinscribed exactly as often as was necessary. In no case would it have been possible, once the deed was done, to prove that any falsification had taken place. The largest section of the Records Department, far larger than the one in which Winston worked, consisted simply of persons whose duty it was to track down and collect all copies of books, newspapers, and other documents which had been superseded and were due for destruction. A number of the Times which might, because of changes in political alignment, or mistaken prophecies uttered by Big Brother, have been rewritten a dozen times still stood on the files bearing its original date, and no other copy existed to contradict it. Books, also, were recalled and rewritten again and again, and were invariably reissued without any admission that any alteration had been made. Even the written instructions which Winston received, and which he invariably got rid of as soon as he had dealt with them, never stated or implied that an act of forgery was to be committed; always the reference was to slips, errors, misprints, or misquotations which it was necessary to put right in the interests of accuracy.“

 

 

George Orwell (25 juni 1903 – 21 januari 1950)

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Yann Martel, Arseny Tarkovsky, Heinrich Seidel, Nicholas Mosley, Claude Seignolle

 

De Canadese schrijver Yann Martel werd op 25 juni 1963 geboren in Salamanca. Zie ook mijn blog van 25 juni 2007 en ook mijn blog van 25 juni 2008 en ook mijn blog van 25 juni 2009 en ook mijn blog van 25 juni 2010

 

Uit: Life of Pi

 

“The sloth is at its busiest at sunset, using the word busy here in the most relaxed sense. It moves along the bough of a tree in its characteristic upside-down position at the speed of roughly 400 metres an hour. On the ground, it crawls to its next tree at the rate of 250 metres an hour, when motivated, which is 440 times slower than a motivated cheetah. Unmotivated, it covers four to five metres in an hour.

The three-toed sloth is not well informed about the outside world. On a scale of 2 to 10, where 2 represents unusual dullness and 10 extreme acuity, Beebe (1926) gave the sloth's senses of taste, touch, and its sense of smell a rating of 3. If you come upon a sleeping three-toed sloth in the wild, two or three nudges should suffice to awaken it; it will then look sleepily in every direction but yours.Why it should look about is uncertain since the sloth sees everything in a Magoo-like blur.Beebe reported that firing guns next to sleeping or feeding sloths elicited little reaction.And the sloth's slightly better sense of smell should not be overestimated.They are said to be able to sniff and avoid decayed branches, but Bullock (1968) reported that sloths fall to the ground clinging to decayed branches "often".

How does it survive you might ask.

Precisely by being so slow.Sleepiness and slothfulness keep it out of harm's way, away from the notice of jaguars, ocelots, harpy eagles and anacondas. A sloth's hairs shelter an algae that is brown during the dry season and green during the wet season, so the animal blends in with the surrounding moss and foliage and looks like a nest of white ants or of squirrels, or like nothing at all but part of a tree.”

 

 


Yann Martel (Salamanca, 25 juni 1963)

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Hans Marchwitza, Georges Courteline, Friederike Kempner, Adrian Kasnitz, Jan Decker

 

De Duitse dichter en schrijver Hans Marchwitza werd geboren in Scharley op 25 juni 1890. Zie ook mijn blog van 25 juni 2007 en ook mijn blog van 25 juni 2009.

 

Uit: Sturm auf Essen

 

„Der Junge aß die Kartoffeln, die ihm die Mutter aufnötigen musste. Sie beobachtete ihn dabei und wischte an ihren Augen. Groß und mager war er. Und der düstere, abwesende Blick schreckte sie. Sie wusste nicht, dass dieser Blick, diese sich krampfhaft faltende Stirn, die Unrast, mit der er sich umsah, Flandern, Verdun, Aisne und noch einmal Verdun und noch einmal Flandern waren. Sie wusste nicht, dass er nicht dreiundzwanzig Jahre, sondern fünfzig, hundert Jahre alt war, dass er eine Ewigkeit von Schrecken und Toden durchgehetzt hatte. Sie dachte glücklich: Er ist wieder zurückgekommen!, und sie schnaubte die Tränen in ihre Schürze.
Franz sah sich in der Wohnung um. Alles war noch wie früher, stand fast gespenstisch genau auf dem alten Fleck - aber ein Jahrhundert schien zwischen dem Früher und Heute zu liegen. „Wer ist denn von den anderen noch zurückgekommen?" fragte er.
Einige waren zurück. Von einem ganzen Dutzend vier. Ihre alte Ecke war leer geworden. Auch dieses Erinnern an die alte Ecke lag hundert Jahre zurück.
„Ja - der Freising-Bruno und der Koschewa-Edy sind wieder auf der Zeche am Arbeiten. Nur der Kahlstein rennt noch mit dem Gewehr rum", erzählte ihm die
Mutter. „Der Kahlstein-Hermann war doch bei der Marine in Kiel und ist schon vor zwei, drei Wochen zurück. Er rennt wieder mit dem Gewehr..."
Franz grübelte. Er war vorläufig zu gar nichts entschlossen, er wusste nicht, ob er noch einmal in die Grube gehen oder ob er die Arbeit wechseln solle. Vielleicht mit einer Übertagearbeit. Aber er konnte sich das kaum noch vorstellen, dass er jetzt wieder einer normalen Tagesbeschäftigung nachgehen könne; er fühlte sich noch immer draußen im Graben. Und allen, die das Glück hatten, sich zu retten, erging es wohl ebenso; alle phantasierten sie nachts dasselbe; sie waren noch immer in Flandern oder vor Verdun.
„Du wirst doch wohl auch wieder in die Grube gehn?" wagte die Mutter die schüchterne Frage.
„Das weiß ich noch nicht!" antwortete er erst nach einer Weile, und auf seiner Stirn erschien wieder diese finstere Falte, die sie so schreckte. Er wandte sich halb um und blickte sie fast feindselig an: „Wartest du so sehr darauf? Ich sag' dir, ich weiß nicht, was ich machen werde."

 

 


Hans Marchwitza (25 juni 1890 - 17 januari 1965)

 

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